Peer Gynt

Mit Henrik Ibsens dramatischen Gedicht Peer Gynt inszeniert Regisseur Ulf Goerke zum ersten Mal an der Freien Bühne München, erforscht mit dem inklusiven Ensemble die Diskrepanz zwischen Fantasie und Wirklichkeit.

Ibsens Figuren bringen oft eine gewisse Tragik zum Vorschein, so auch der Charakter Peer Gynt.
Es ist die Diskrepanz zwischen dem, was sich der Bauerssohn Peer Gynt wünscht und dem, was er tatsächlich erreichen kann. In diesem Spannungsfeld bewegt sich ein junger Mensch mit all seinem Mut, seinen Zweifeln, Fehltritten und all seinen Mätzchen; wirkt rastlos und überbordend zugleich. Sein Streben nach Freiheit und die Suche nach sich selbst, nach Erfolg und Anerkennung lässt für ihn sämtliche Realitäten ineinander verschmelzen zu einer surrealen Welt.
Sein ganzes Sein ist nicht zuletzt ein Plädoyer für die Kraft und Schönheit der eigenen Fantasie.
Goerke hat sich bewusst für diesen „Antihelden“ entschieden, ist doch der zentrale Kern des Ensembles der Freien Bühne München der inklusive Grundgedanke. Inklusion als Gewinn und Reichtum an Vielfalt, ein buntes Miteinander, ohne Ausgrenzung, Diskriminierung und Behinderung durch Barrieren. So ist die Parallele zu dem jungen Menschen Peer Gynt direkt geschaffen, der durch Ausgrenzung an den gesellschaftlichen Rand gedrängt wird.
So kann man jede Metapher von Peer Gynt auch tiefenpsychologisch interpretieren und mit Mitgefühl seine tiefsitzende Angst verstehen, die er zu leugnen versucht. Es ist die Angst, mit der jeder Mensch auf seinem Lebensweg konfrontiert wird – die Angst, zu versagen, nicht zu genügen. Auf diese Weise wird er für den Zuschauer nahbar, denn wer kennt nicht das Streben nach Liebe und Anerkennung, Erfolg und Freiheit, oft bedingungslos. Im Fall Peer Gynts gelangt dieser zu der bitteren Erkenntnis, dass er auf der Suche danach, nichts gewinnt, sondern sich selbst immer wieder verliert.

Das dramatische Gedicht, das Henrik Ibsen 1867 verfasst hat, schildert kein Einzelschicksal, sondern bildet eine stereotype Figur eines jungen, irrenden Menschen auf einer hoffnungslosen Suche zu sich selbst ab und bleibt in seiner Aktualität bis heute bestehen.

Der „Antiheld“ Peer Gynt ist auch als Appell zu verstehen, mutig zu seiner eigenen menschlichen Schwäche zu stehen. Gerade in unserer Zeit, in der die glänzende Außendarstellung eine immense Wichtigkeit erlangt hat und in der den Abgründen der menschlichen Seele kein Platz gelassen wird.

Die Vorstellungen werden übertitelt.

Premiere:

08. Oktober 2021, 20:00 Uhr, Black Box im Gasteig, München

Tickets: München Ticket

weitere Termine:

09. Oktober 2021, 20:00 Uhr, Black Box im Gasteig, München –

Tickets: München Ticket

15. Oktober 2021, 20:00 Uhr, Pasinger Fabrik, Wagenhalle, München
Tickets: Kasse der Pasinger Fabrik
August-Exter-Str. 1, 81245 München – Tel.: 089 – 82 92 90 79 (Di – So 17.30 – 20.30 Uhr) und bei München Ticket

16. Oktober 2021, 20:00 Uhr, Pasinger Fabrik, Wagenhalle, München –
Tickets: Kasse der Pasinger Fabrik
August-Exter-Str. 1, 81245 München – Tel.: 089 – 82 92 90 79 (Di – So 17.30 – 20.30 Uhr) und bei München Ticket

22. Oktober 2021, 19:30 Uhr, Kleines Theater Haar-
Tickets: unter Tel. 089-890569811 und
auf reservix

24. Oktober 2021, 18:00 Uhr, brechtbühne im Gaswerk, Staatstheater Augsburg
Tickets: unter Tel. 0821 324-4900
E-Mail: tickets@staatstheater-augsburg.de

28. Oktober 2021, 19:00 Uhr, Kulturhaus bosco, Gauting
Tickets:Theaterforum Gauting e.V. im bosco Tel.: 089 45 23 8580 oder E-Mail: info@bosco-gauting.de oder aktionsplan@lra-starnberg.de

05. November 2021, 20:00 Uhr, Pfefferberg Theater, Berlin –
Corona-bedingt abgesagt

06. November 2021, 20:00 Uhr, Pfefferberg Theater, Berlin –
Corona-bedingt abgesagt

11. November 2021, 19:30 Uhr, Stadttheater Weilheim
Tickets: reservierung@freiebuehnemuenchen.de
Bedingungen zum Besuch der Vorstellung

12. November 2021, 20:00 Uhr, schwere reiter Theater, München –
Tickets: www.schwerereiter.de

13. November 2021, 20:00 Uhr, schwere reiter Theater, München –
Tickets: www.schwerereiter.de

Mit: Lena Flögel, Luis Goodwin, Natalie Lehmann, Marysol Remy, Maria Ringel, Jonas Stenzel, Wolfgang Vogel

Regie: Ulf Goerke
Dramaturgie: Florentina Ileana Tautu
Regie-Assistenz: Rebecca Maria Fischer
Ausstattung: Janina Sieber
Musik: Enik
Produktions-Assistenz: Jan Meyer
Grafik-Design: Felix Kempf
Pressearbeit: Barbara Fleischmann-Tarabochia
Produktionsleitung: Marie-Elise Fell
Gesamtleitung: Angelica Fell

Wir bedanken uns bei unseren Förderern und Kooperationspartnern: